Raus in die Natur! Der erste Goldbacher Waldkindergarten.

Spielerisch eine Bindung zur Natur aufbauen – und das im Rahmen einer Kinderbetreuung? Genau dieses Konzept wird der erste Waldkindergarten in Goldbach verfolgen. Als erster seiner Art in kommunaler Trägerschaft in Stadt und Kreis Aschaffenburg wird er nicht nur neue Möglichkeiten für die Kindertagesbetreuung bieten, sondern vor allem kurzfristig neue Betreuungsplätze schaffen. Die werden in den nächsten Jahren nämlich immer knapper. Diesem Trend wollen Bürgermeister Thomas Krimm und die Leiterin des Kindergartens Rasselbande, Sonja Englert, entgegenwirken.

Geplant ist der Aufbau des Waldkindergartens für das Frühjahr 2020 und als Angliederung an die Kita Rasselbande. Ein Ort wurde ebenfalls schon gefunden: eine 1,3 Hektar große Lichtung neben dem Waldfriedhof zwischen Goldbach und Unterafferbach. Hier soll nächstes Jahr ein Bauwagen aufgestellt werden, der vorerst einer Gruppe als Stützpunkt dient. Zu Beginn werden es bis zu 15 Kinder ab 3 Jahren sein, die gemeinsam mit 3 geschulten Betreuern die Natur erforschen, doch es ist Raum für eine weitere Gruppe.

 

Grün, grün, grün – das Konzept Waldkindergarten

Das Konzept Waldkindergarten hat sich bereits in mehreren Einrichtungen in und um Aschaffenburg durchgesetzt und wird von vielen abenteuerlustigen Kindern und überzeugten Eltern genutzt. Auch für den Waldkindergarten in Goldbach gibt es bereits jetzt Interessenten. Da dieser an die Kita Rasselbande angegliedert werden soll, können auch Kinder, die zurzeit im Hauskindergarten angemeldet sind, gerne in den Wald wechseln. Dort wird es dann spannend: von 8 bis 14 Uhr sind die Kleinen gemeinsam mit ihren Betreuern in der Natur unterwegs, erforschen die Flora und Fauna und finden ihren ganz eigenen Bezug zum Wald.

Natürlich ist das Konzept mit verschiedensten Herausforderungen verbunden: zum einen muss die Umgebung sicher sein – und bleiben. Deswegen werden die Bäume regelmäßig auf ihre Sicherheit geprüft. Zum Schutz vor Sonne wird ein Sonnensegel über der Lichtung gespannt, während die schattenspendenden Bäume ringsherum ihr Übriges tun. Eine Kompost-Toilette, fließendes Wasser und Strom wird es ebenfalls geben. Und genug Platz, um sich bei extremem Wetter in den Bauwagen zurückzuziehen.

Dass ein so spezielles pädagogisches Konzept nicht nur von den Eltern bewusst gewählt, sondern auch von den Betreuern verinnerlicht werden muss, gehört ebenfalls zu den Herausforderungen. Sonja Englert absolviert bis zur Eröffnung entsprechende Fortbildungen und Schulungen, damit sie für die Organisation und die neuen Rahmenbedingungen, die die Leistung eines Waldkindergartens mit sich bringt, bestens gewappnet ist.

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